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Es ist eine landesweite Initiative gegen das Vergessen und zur Erinnerung: Mit Bannern an Rathäusern, Aufklebern und Karten will der Freistaat Sachsen die Leistungen der Friedlichen Revolution ins kollektive Gedächtnis der Menschen rufen. Zielgruppe vor allem: Die jüngere Generation, die den Umbruch von damals bestenfalls aus Erzählungen der Eltern kennt.

Den Auftakt zu der Initiative machten Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Landtagspräsident Matthias Rößler. Sie enthüllten am 11. März um 12.15 Uhr ein Großbanner auf dem Platz vor dem Sächsischen Landtag. Auf dem neun Meter hohen und sechs Meter breiten Banner steht zu lesen: »Hier bestimmen Sie.« Die Aktion gehört zu einer breit angelegten »Kommunikationskampagne« der Sächsischen Staatskanzlei zum Doppeljubiläum »20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit«.

An neun Rathäusern in Sachsen, darunter beispielsweise in Aue, Zittau, Borna, Dresden und Görlitz, prangen bereits gleichlautende kleinere Banner mit diesem oder dem Schriftzug: »Hier dürfen Sie frei reden.« Die Initiative soll an jene Mittel erinnern, die 1989 und in den Jahren danach den Geist des Aufbruchs geprägt haben: Banner und Aufkleber.

    Sächsische Jubiläen 2010

    Fahnenträger schwingen am Sonntag (06.09.09) in Mittweida beim traditionellen Festumzug zum Tag der Sachsen Flaggen. Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

    20 Jahre Freistaat Sachsen: Am 06.09.09 fand in Mittweida der Tag der Sachsen statt. Fahnenträger schwingen beim traditionellen Festumzug ihre Flaggen.
    (© Sebastian Willnow/ddp)

    Fahnenträger schwingen am Sonntag (06.09.09) in Mittweida beim traditionellen Festumzug zum Tag der Sachsen Flaggen. Die Dresdner Semperoper spiegelt sich in einer Pfütze. Eine junge Frau betrachtet in der Ausstellung »Mit Fortuna übers Meer. Sachsen und Dänemark - Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst (1548-1709)« im Residenzschloss in Dresden »Drei Segelschiffe als Trinkgefaesse« aus vergoldetem Silber von Samuel Lormann und Joerg Rül, Torgau und Nürnberg vom Beginn des 17. Jahrhunderts. Eine Mitarbeiterin der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen betrachtet in einer Schauhalle der Manufaktur eine Neuauflage des um 1764 von Johann Joachim Kändler geschaffenen Harlekin mit Deckelkanne. Ein handschriftliches Notenblatt des Komponisten Robert Schumann (1810-1856) mit dem Titel Ahnung.

    2009 wurden im Freistaat Sachsen zahlreiche Jubiläen feierlich begangen, beispielsweise 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit. Auch für das Jahr 2010 stehen einige Jahrestage und Feierlichkeiten an. Die wichtigsten Termine und Fakten stellt Ihnen sachsen.de kurz vor.

    20 Jahre Freistaat Sachsen

    Unser Freistaat hat Geburtstag! Dank der Wiedervereinigung vor 20 Jahren wurde auch der Freistaat Sachsen neu gegründet. Die Bezeichnung selbst ist schon um einiges älter. Bereits 1919 führte Sachsen den Beinamen »Freistaat«, damals noch als Gliedstaat der Weimarer Republik. In den Jahren des Nationalsozialismus wurde der Freistaat »gleichgeschaltet« und abgeschafft und auch nach dem Zweiten Weltkrieg spielte die Bezeichnung keine Rolle mehr. Erst 1990 konnte sich Sachsen wieder neu gründen und Freistaat nennen.

    Die Bezeichnung »Freistaat« verweist auf die demokratische Tradition Sachsens. Die Entsprechung des französischen Wortes »République« betont, dass das Land nicht von einem Souverän, sondern von seinen freien Bürgern regiert wird.

    25 Jahre Semperoper

    Die Sächsische Staatsoper Dresden, die Semperoper, feiert 2010 ein besonderes Jubiläum: Vor 25 Jahren konnte das Bauwerk nach Wiederaufbau neu eröffnet werden. Das von Gottfried Semper entworfene Opernhaus ist bis 1878 auf dem Theaterplatz errichtet worden. In der Nacht des 13. Februar 1945 zerstörte ein Luftangriff auf Dresden das Bauwerk. Noch zu DDR-Zeiten wurde der Prunkbau wieder aufgebaut und schließlich 1985, vor 25 Jahren, neu eröffnet.

    Begangen wird das Jubiläum der Semperoper mit einem Festprogramm im Februar 2010. Neben zahlreichen Operninszenierungen wird als Höhepunkt der Feierlichkeiten am 13. Februar der 1. Internationale Dresdner Friedenspreis verliehen. Preisträger 2010 ist der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow.

    450 Jahre Sächsische Kunstsammlungen

    Im kommenden Jahr blicken die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden auf 450 Jahre Geschichte zurück. Im Festjahr besinnen sie sich auf die Wurzeln der Sammlungen und werfen den Blick auf die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft.

    Die Jubiläumsausstellung »Zukunft seit 1560. Die Ausstellung« lockt die Besucher an den Ursprungsort der fürstlichen Kunstkammer, ins Herz des Residenzschlosses. Sie zeichnet eine Linie der Kontinuität des Kunstsammelns in Dresden nach. Ein Highlight des Festjahres ist die internationale Kooperation der drei großen Museumsverbunde Deutschlands, den Staatlichen Museen zu Berlin, den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München: Zur Eröffnung des National Museum of China zeigen sie in Peking die Ausstellung »Die Kunst der Aufklärung«.

    300 Jahre Porzellan-Manufaktur Meissen – Das Jubiläum der gekreuzten Schwerter

    Die Porzellan-Manufaktur Meissen feiert 2010 ihr mittlerweile 300-jähriges Bestehen. Seit der Gründung der Porzellan-Manufaktur Meissen im Jahr 1710 sind die »Gekreuzten Schwerter«, das Markenzeichen der Manufaktur, weltweit bekannt und beliebt. Bis heute werden in traditioneller Handarbeit Tafelservice, Figuren und Accessoires von den Mitarbeitern der Manufaktur ausgeformt, bearbeitet und kunstvoll bemalt.

    Das Firmenjubiläum begeht die Porzellan-Manufaktur Meissen mit Ausstellungen, limitierten Jubiläums-Editionen und verschiedenen Festveranstaltungen. Parallel dazu ehren auch die Staatlichen Kunstsammlungen das »weiße Gold« mit einer Sonderausstellung: Unter dem Titel »Triumph der blauen Schwerter. Meißner Porzellan für Adel und Bürgertum 1710 bis 1815« werden vom 8. Mai bis 29. August 2010 im Japanischen Palais Stücke gezeigt, die dem Publikum sonst nicht zugänglich sind.

    200. Geburtstag von Robert Schumann (1810 – 1856)

    Zur Feier des 200. Geburtstags von Robert Schumann wird weltweit ein besonderer Fokus auf den großen, deutschen Komponisten und seine Musik gerichtet. Robert Schumann, der am 8. Juni 1810 in Zwickau zur Welt kam, war einer der berühmtesten Musiker der Romantik. Schumann schrieb insgesamt 148 Werke und viele Kompositionen, die bis heute die Musikwelt begeistern. Zwei Jahrhunderte später wird seinem genialen Werk weltweit gedacht.

    Im Schumann-Jahr 2010 gibt es zahlreiche große Konzerte und informative Veranstaltungen. Seit Herbst 2005 haben sich die Schumann-Städte, u. a. Zwickau und Leipzig, zu einem Netzwerk zusammen geschlossen, um mit ihren Aktivitäten das Werk Robert Schumanns zu würdigen und das Jubiläum gemeinsam zu begehen. Für 2010 bereiten sie ein umfangreiches Schumannprogramm vor, wobei verschiedene zeitliche und inhaltliche Schwerpunkte gesetzt werden.

    Sachsen in Deutschland und Europa

    20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit

    Marginalspalte

    Der Freistaat bei Youtube

    20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit

    Logo Friedliche Revolution und Deutsche Einheit

    Die Leistungen der Menschen stehen im Mittelpunkt des 20. Jubiläums von Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung.

    Video zum Jubiläum »125 Jahre Schmalspurbahnen in Sachsen«

    Video zur Endmontage der Schmalspurlok sä. 1K-No. 54 in Meiningen

    Das Video zeigt die Endmontage der Schmalspurlok sä. I K-No. 54 in Meiningen sowie den Tourplan durch Sachsen.

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    Schloss Wackerbarth

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