Sachsen empfängt europäische Halbleiter-Elite

Anlässlich des 4. SEMI Brussels Forums fand am 4. März ein Empfang in den Räumen des Sachsen-Verbindungsbüros Brüssel statt. Vorgestellt wurde die Strategie Europa 2020, die u.a. auf intelligentes Wachstum, die Förderung von Wissen, Innovation und Bildung sowie eine digitale Gesellschaft setzt. Dies eröffne insbesondere für die Mikro- bzw. Nanoelektronik gute Chancen und sei ein Schritt in die richtige Richtung. Wie Staatssekretär Roland Werner betonte, ist »der Freistaat Sachsen ein führender europäischer Standort für Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet. Diese Führerschaft gilt es zu verteidigen gegen Mitbewerber aus der ganzen Welt. Das kann nur gelingen, wenn es innerhalb der EU-Staaten ein klares Bekenntnis zur Branche gibt.«
Sachsen und Katar vereinbaren Solar-Wasserstoff-Projekt
Am 8. März wurde in der sächsischen Staatskanzlei ein zukunftsweisendes Solar-Wasserstoff-Projekt zsammen mit Katar auf den Weg gebracht. Im Beisein des Chefs der Staatskanzlei, Johannes Beermann, unterzeichnen Amer Al Saadi, Vorstandsvorsitzender des Qatar Science and Technology Parks und Prof. Stefan Kaskel vom Fraunhoferinstitut IWS in Dresden eine gemeinsame Verständigung (Memorandum of Understanding) für das Projekt »SolarRuß«.
Die neue solarthermische Gewinnung von Wasserstoff ermöglicht einerseits die Produktion von Ruß für die Herstellung von Reifen und Förderbändern, andererseits wird der Ausstoß des klimaschädlichen CO² verringert.
»Dieses zukunftsweisende Projekt ist ein weiteres Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und Katar auf dem Gebiet der Forschung und der technologischen Zusammenarbeit«, betonte Beermann nach der Unterzeichnung.
Staatsminister Morlok auf der CeBIT

Die Sachsen sind auch in diesem Jahr auf der bekanntesten Messe für Computer, Elektronik und Kommunikation gut vertreten. »Es ist ein gutes Zeichen für die Leistungsfähigkeit der sächsischen IT-Branche, wenn erneut 58 sächsische Unternehmen ihr Know-how und ihre Produkte auf der IT-Leitmesse in Hannover präsentieren«, so der Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok. Damit ist Sachsen erneut stärkstes ostdeutsches Bundesland.
»Sachsen ist mit seinen klugen Köpfen und durch sein dichtes Netz von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in der IT-Branche gut aufgestellt. Die enge Vernetzung von Forschung und Wirtschaft ist ein gewichtiges Pfund bei der Suche nach innovativen Produkten und Lösungen, die letztendlich den so wichtigen Vorsprung auf dem Markt sichern«, betonte Morlok weiter.
Der Minister besuchte auf seinem Rundgang die Firma aus n³ data analysis software development consulting aus Oelsnitz. Das Unternehmen wurde 1998 gegründet und setzt das Motto der CeBIT »Vernetzte Welten« tagtäglich um. Auf der Messe präsentiert es neueste Produkte und Lösungen für eine vernetzte Welt. N³ versteht sich als »Schnittstelle zwischen Datenanalyse und Softwareentwicklung.«
Investieren in Sachsen
Sachsens Wirtschaft ist eine der dynamischsten in Deutschland. Neben den Hochtechnologiebranchen sorgen vor allem Automobil- und Maschinenbau für den sächsischen Spitzenplatz. Hoch qualifizierte Fachkräfte, eine moderne Infrastruktur und eine schlanke, effiziente Verwaltung haben in den letzten Jahren viele Unternehmen vom Standort Sachsen überzeugt.
Knopfdruck für Millioneninvestitionen
Der Kommunikationsdienstleister PrimaCom wird in diesem Jahr mehr als 30 Millionen Euro in die Netzinfrastruktur und in moderne Technik investieren und gleichzeitig eine Qualitätsoffensive starten. Gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich haben die PrimaCom Vorstände Michael Buhl und Michael Dorn die Erweiterung der Leipziger Technikzentrale des Unternehmens mit einem symbolischen Knopfdruck ausgelöst.
PrimaCom versorgt über einen leistungsfähigen Breitbandzugang rund eine Million angeschlossene Haushalte – 350.000 davon allein im Freistaat Sachsen – mit TV, Hörfunk, Telefon und Internet. Ministerpräsident Stanislaw Tillich sagte vor Ort: »Die geplanten Investitionen in den Standort Leipzig kommen der gesamten Region zugute. Sie stärken die Infrastruktur und helfen, Arbeitsplätze zu sichern. Mit dem heutigen symbolischen Knopfdruck kann der von der Staatsregierung unterstützte flächendeckende Ausbau der Breitbandversorgung in Sachsen weiter voran getrieben werden. Die Verfügbarkeit des schnellen Internets für Unternehmen und Haushalte ist ein wichtiger Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung und für die Attraktivität eines Ortes, vor allem auch in den ländlichen Regionen.«
Der Sprecher des Vorstands und CFO der PrimaCom AG, Michael Buhl, sagt dazu: »Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Stanislaw Tillich, unsere Vorhaben für das Jahr 2010 starten können. Der Besuch des Ministerpräsidenten zeigt, dass unsere 250 Millionen Euro Investitionen vor allem in den neuen Bundesländern der vergangenen zehn Jahre sehr wohl zur Kenntnis genommen wurden. Mit fortschrittlicher Technik und innovativen Produkten bleiben wir ein verlässlicher Partner für die Wohnungsunternehmen. Und unsere Endkunden können sich darauf verlassen, dass sie bei PrimaCom immer über den modernsten Kommunikationsanschluss verfügen.« PrimaCom Vorstand Michael Dorn ist noch ein weiterer Aspekt wichtig: »Mit diesen Investitionen werten wir unseren Standort weiter auf und können den 270 Mitarbeitern vor Ort einen sicheren Arbeitsplatz und den über 850.000 von Leipzig aus versorgten Kunden eine langfristige Versorgung garantieren.«
Die ersten 7,5 Millionen Euro werden am Standort Leipzig in moderne und kostensparende Servertechnik investiert. Für die Partner in der Wohnungswirtschaft wird das Unternehmen über das eigene Netzwerk Telemetriedienste anbieten – die für die Übertragung von Notruf- und Alarmsignalen, Überwachungs- und Steuersignalen oder dem Ablesen von Strom- und Heizungsverbrauch – genutzt werden. Für die Vermieter stehen außerdem Infokanäle und Teletextdienste zur vereinfachten Kommunikation mit den Mietern zur Verfügung.
Forschung und Hochtechnologie
Die enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sorgt dafür, dass innovative Forschungsergebnisse zügig zu marktfähigen Produkten werden können. Silicon Saxony, »biosaxony« und leistungsfähige Kompetenzzentren bündeln Know-how und machen Sachsen für Ingenieure und Wissenschaftler aus aller Welt attraktiv.
Mit ASSID kann Dresden in die Weltspitze der 3D-Integrations-Forschung aufrücken

Der Weg für den Aufbau des neuen Fraunhofer-Zentrums All Silicon System Integration Dresden (ASSID) ist frei. Die entsprechenden Mittel zur Anschaffung von Grundstück, Gebäude und Geräteausstattung stehen bereit. Darüber informierte am 19. November Sachsens Technologieministerin Sabine von Schorlemer.
»Ein in dieser Form existierendes Forschungszentrum der 3 D-Silizium-Systemintegration im Verbund mit innovativen Prozesstechnologien der Mikroelektronik ist international einmalig. Für Dresden und Sachsen bietet das neue Zentrum die Chance, mit der Forschung zu dreidimensionalen Chips in die Weltspitze aufzurücken«, so Prof. von Schorlemer.
Zur Finanzierung der Geräteerstausstattung stellen Bund, Europäische Union und Freistaat Sachsen insgesamt 49,9 Millionen Euro zur Verfügung. Der Anteil Sachsens beträgt einschließlich der Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung 41,2 Millionen Euro. Zusätzlich übernimmt der Freistaat die Finanzierung der Betriebskosten bis zum Jahr 2013 in Höhe von 7,3 Millionen Euro. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass in den nächsten Jahren bis zu 36 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ASSID arbeiten können. Gleichzeitig steht der angewandten Forschung in Sachsen somit eine zusätzliche Arbeitsfläche von mehr als 3.000 Quadratmetern zur Verfügung.
Das ASSID beginnt zunächst als eigenständige Projektgruppe des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM). Mit Standorten in Berlin und München ist das IZM weltweit führend auf dem Gebiet der 3D-Silizium-Systemintegration. Das Sächsische Kabinett hatte Anfang des Jahres Aufbau und Finanzierung des neuen Fraunhofer-Zentrums zugestimmt.
Verkehr
Modernste Verkehrswege verbinden Sachsen mit Europa und der Welt. Der Freistaat investiert weiterhin in Großprojekte, denn eine leistungsfähige Infrastruktur ist die Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, aber auch für die Lebensqualität und Mobilität aller Bürger.
Mitteldeutsche Regiobahn baut Angebot aus

Die zur Veolia-Verkehr-Gruppe gehörende Mitteldeutsche Regiobahn ist am Sonntag, den 13. Dezember 2009, erfolgreich auf weiteren Strecken gestartet. Pünktlich fuhren die ersten Züge vom Leipziger Hauptbahnhof Richtung Wurzen, Borna, Eilenburg, Geithain, Bitterfeld sowie zum Flughafen Halle/Leipzig. Damit bedient die Privatbahn nun insgesamt acht Regionalverkehrsstrecken im Großraum Leipzig. Insgesamt 100 neue Mitarbeiter wurden dafür eingestellt.
Verkehrsstaatsekretär Roland Werner, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr betonte: „Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir wollen den fairen Wettbewerb ermöglichen und weiter stärken. Deshalb freue ich mich sehr, dass der Großraum Leipzig davon ab jetzt auch im Schienenverkehr profitieren kann. Ich wünsche der Mitteldeutschen Regiobahn einen guten Start und stets zufriedene Fahrgäste."
Der Auftrag für die Mitteldeutsche Regiobahn gilt zunächst für den Zeitraum bis zur Neuvergabe der Verkehrsleistung für das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz nach Fertigstellung des Leipziger Citytunnels (voraussichtlich 2012).
Bereits seit Dezember 2004 ist die Privatbahn im Großraum Leipzig unterwegs. Zunächst auf der Strecke zwischen Leipzig und Geithain (über Bad Lausick). 2008 folgte die Strecke Halle-Eilenburg. Jetzt sind es gut 312 Streckenkilometer auf acht Linien im Regionalverkehr von Leipzig und Umgebung.











